Atelier Wörsdörfer
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  "Mittlerweile zeichne ich lieber," ... beim Zeichnen liebe ich die Reduktion auf das Wesentliche, denn zum Zeichnen sind nur wenige Mittel notwendig. Ein Bogen Papier und ein Stücke Kohle reicht schon. Zudem stört mich die nach immer grelleren Farben gierende Gesellschaft. Da mag ich schon gar nicht mehr mitmachen. Bunt wird zu einem "Wohlfühl-Credo" stilisiert. Ich fühle mich nicht bei einem Bild wohl, nur weil es schön bunt ist. Da kommt es mir schon noch auf die Maltechnik, die Inhalte und vor allem die Auseinander-
setzung mit einem bestimmenden Thema an.

"Ölgemälde leben mit" ... sie verändern ihren Ausdruck, sobald sich der Lichteinfall ändert. Interessant ist auch, daß es
in Ölgemälden immer wieder neue Details zu entdecken gibt, die zuvor dem kritischen Auge entgangen sind. Im Vergleich mit Kunstdrucken, werden Ölgemälde - gerade, weil sie sich mit den veränderten Lichtbedingungen auch ändern - nie langweilig.
Ein Ölgemälde im Wohnzimmer hängen zu haben, ist immer noch etwas Besonderes.
 
"Der Feuervogel" ... Der Feuervogel erhielt "sein Leben" durch die Zerstörung eines angefangenen Bildes. Das Bildmotiv, das ich vorhatte auf die Leinwand zu bringen, wollte mir nicht gelingen.
Die ersten Bäume hatte ich in Preußisch-Blau angelegt, aber ich war unzufrieden und fand an dem Tag keinen rechten Zugang zum Malen.

Ich fluchte und aus wütender Frustration heraus nahm ich einen Lappen und wischte quer über das bisherige Bild. Die Bäume wurden durch einen breiten Wischer "zerstört".  Nach einiger Zeit hatte ich mich wieder besonnen und erinnerte mich an eine Aussage des informellen Malers Emil Schumacher, dass durch Zerstörung neue Bildinhalte entstehen können und dass Zerstörung Teil des Malaktes sei.

Also nahm ich mir die Aussage Emil Schumachers zu Herzen und ging wieder an meine Leinwand.

Ausgehend von dem "Wischer-Baum" begann ich damit, den Wald zu gestalten. Ich nahm mir Zeit, arbeitete an einem Bildbereich, machte Pause und ging wieder an die Staffelei. So bekam ich ein Gespür dafür, wohin sich das Bild entwickeln könnte. Der neue Bildinhalt nahm Gestalt an. Ich entwickelte eine fiktive Waldlandschaft und begab mich in Gedanken in das Reich der Sagen und Mythologie. Und plötzlich war er da, der "Feuervogel". Flog einfach mitten durch meinen Wald.

Nun wusste ich auch, daß ich den Bäumen aus Preußisch-Blau das lodernde Gelb und Rot eines Feuers entgegenzusetzen hatte. Also fing der Wald Feuer und es glimmte hier und loderte dort, überall, wo der Feuervogel entlang flog. Der Feuervogel, von dem die Menschen sagen: "wo er auftaucht, wird Feuer lodern". Und über allem Geschehen ruhen zwei Planeten, stellvertretend für eine übergeordnete Welt.

 
  "Im Sommerregen," ... wo sich die Elemente Erde und Wasser begegnen und miteinander im peitschenden Wind spielen.

In diesem Ölgemälde habe ich keine konkreten Formen dargestellt. Wichtig war mir der Kontrast zwischen einem hellen, statischen Grün der Landschaft und einem bewegenden Blau-Grau des  Wassers. Über allem habe ich dann die bewegenden Akzente in Gelb- / Rottöne gesetzt. So ist das Dargestellte nicht greifbar, nicht stofflich, drückt aber dennoch eine schöne Stimmung aus.

"Ich mag die Darstellung" ... von Dingen, die nicht fassbar sind, einen veränderbaren Körper besitzen, wie z.B. Nebel oder die Wolken, die einmal kompakt und volluminös auftreten, ein andermal sich fein auflösend, zerfließend darstellen. Diese Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit. Es gibt keinen besseren Schauspieler, als die Natur. Immer bereit, sich zu verändern und neue Rollen einzunehmen.
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