Thomas Wörsdörfer - Bildender Künstler & Grafiker - Kunst aus dem Lahn-Dill-Kreis

 • Tel.: 0170 / 9 07 91 09

Wörsdörfer im Atelier beim Zeichnen
"Die Zeichnungen" ... sind fast ausschließlich mit Kohle und diversen Hilfsmitteln, wie sie beim Zeichnen gebräuchlich sind, hergestellt. Dass er gerade Kohle verwendet und nicht farbige Pastellkreiden, liegt vermutlich daran, weil er mit der Kohle am besten Strukturen hinbekommt. Ob als Oberfläche eines Steins oder als Falten in Gesicht und Händen eines Menschen, es sind Möglichkeiten, einer Form nahe zu kommen und sie visuell darzustellen. 

"Durch Zeichnen"
... wird, im Vergleich zur Malerei, ein sehr direkter, ungeschminkter und spontaner Ausdruck erreicht und es hat durchaus etwas Archaisches, mit Kohle auf der Fläche eines weißen Papieres zu zeichnen und Spuren zu hinterlassen. Erstaunlich, wie sich mit so einfachen technischen Mitteln etwas so charakterstarkes wiedergeben lässt.

"Das hübsche, dekorative Bild"
... hat erst einmal recht wenig mit Kunst zu tun. Kunst schafft eine thematisch bezogene Atmosphäre und auch Irritation, die zum Nachdenken anregt. Sowohl die Zeichnungen, als auch die analogen Collagen, besitzen eine durch die Persönlichkeit geprägte Aura und Wiedererkennungswert. Sie zeigen Empathie für die Natur, gesellschaftliche Zusammenhänge und das "Menschlich - allzu Menschliche".
  "Bei Ausstellungen " ... erzählt Thomas Wörsdörfer gerne etwas über die Bilder, die er zeichnet, denn für ihn ist es lehrreich zu erfahren, was Besucherinnen und Besucher beim Betrachten der Arbeiten wahrnehmen und was sie darüber denken. Da er mit einer seltenen körperlichen Behinderung zur Welt gekommen ist, die ihn in seiner Mobilität einschränkt, kann er seine Kunst nicht so vermarkten, wie es ohne die Behinderung, möglich wäre, aber auch so hat er schon viele Einzel- und Gruppenausstellungen (auf die Region beschränkt, in der er lebt) selbst organisiert, oder z. B. mit dem "Oberhessischen Künstlerbund" teilgenommen.

Zur Rolle des Künstlers in unserer Gesellschaft sagt er: "Ich bin der Meinung, dass sich Künstler nicht nur um sich selbst drehen sollten, dafür sind die Probleme auf der Welt zu drängend, als dass sie von der Kunst unkommentiert bleiben sollten. Laut Friedrich Schiller ist die Kunst eine Tochter der Freiheit und die Kunst ist unser Mittel, uns frei zu äußern und unseren Beitrag zur Demokratie zu leisten."

"Alle Kohlezeichnungen" ... sind in Bildergalerien zu sehen, gute, wie weniger gute,  so dass man die künstlerische Entwicklung, über Jahre hinweg, mitverfolgen kann. Galerie 2018 - 2020, Galerie 2016 - 2017, Galerie - 2016 I, Galerie - 2016 II. Wichtige Zeichnungen in Arbeit sind auf dieser Seite zu sehen.

 

Ausstellungsbesucher vor Kohlezeichnungen bei einer Ausstellung


"Kunst denkt nicht, Kunst ist"
... dieser Satz fiel eines Tages bei einem Gespräch über Kunst. Und dieser Satz, so skuril er auch erst einmal erscheinen mag, bleibt im Gedächtnis. Seiner Meinung nach, sagt er vieles über das Wesen der Kunst und das Betrachten von Kunst aus, denn viele Menschen treten der Kunst mittels des Verstandes entgegen und versuchen über rationales Denken das Bild zu erklären. Das ist auch kein Wunder, da wir das Denken in unserer (überwiegend von Männern geprägten) Gesellschaft immer in den Vordergrund stellen. Gefühle sind in der rationalen Welt, vor allem in der "Berufswelt", nicht erwünscht. Und so kommt es, dass viele einem Bild, das verstandesmäßig nur schwer erfasst werden kann, die Daseinsberechtigung aberkennen und dass Sie "es einfach nicht verstehen".
 
"Kunst ist", ... mit dieser inneren Einstellung würde man sich auf das Gezeigte einlassen können und dabei beobachten, welche Eindrücke sich beim Betrachten des Bildes einstellen. Würde man einmal den Verstand beiseite  schieben, begänne man wieder, vergleichbar einem unvoreingenommenem Kind, das Bild zu erforschen und Zugänge zur gezeigten Kunst zu finden. Und vielleicht würde einem heute ein Bild gefallen, das man gestern noch mit abwertenden Worten bedacht hat.

Zitat von Franz Marc, einem expressionistischem Künstler:


"Reine Kunst" ... verfolgt überhaupt keine Zwecke, sondern ist einfach sinnbildlicher Schöpfungsakt, stolz und ganz »für sich«!
     

 


"Sakrale Impressionen - Wahrnehmung und Prägung"
- 12-teilig Eine Werkgruppe von Kohlezeichnungen mit Motiven aus der Pfarrkirche "St. Margaretha" in Hahn am See / Westerwald. Die Kirche wurde 1827 erbaut und Thomas Wörsdörfer ist in Hahn am See aufgewachsen. Die optischen und akustischen Reize in der Kirche waren sicherlich in seiner Kindheit prägend, ohne dass ihm das je bewusst wurde. Erst in letzter Zeit hat er sich mit dieser "ersten sinnlichen Prägung" auseinandergesetzt.
>> Größere Darstellungen per Klick auf die Einzelbilder <<


Thomas Wörsdörfer ist Mitglied im:
     
Oberhessischer Künstlerbund
Der OKB ist in seinen Heimatstädten Gießen und Wetzlar verankert und vertritt Künstlerinnen und Künstler aus dem Kreis Gießen und dem Lahn-Dill-Kreis, dem Vogelsbergkreis, dem Wetteraukreis, dem Kreis Hochtaunus und Marburg-Biedenkopf.
     
  BBK Marburg-Mittelhessen
Regionalverband des BBK Hessen (Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Landesverband Hessen e.V.).
     
  Wetzlarer Kunstverein
Zwischen Tradition und Avantgarde bewegt sich der Wetzlarer Kunstverein.
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