Thomas Wörsdörfer - Bildender Künstler & Grafiker - Kunst aus dem Lahn-Dill-Kreis

 • Tel.: 0170 / 9 07 91 09

Wörsdörfer im Atelier beim Zeichnen
"Bis auf wenige Ausnahmen" ... sind meine Zeichnungen ausschließlich mit Kohle und diversen Hilfsmitteln, wie sie beim Zeichnen gebräuchlich sind, hergestellt. Dass ich gerade Kohle verwende und nicht farbige Pastellkreiden, liegt vermutlich daran, weil ich mit der Kohle am besten Strukturen hinbekomme. Ob als Oberfläche eines Steins oder als Falten in Gesicht und Händen eines Menschen, es sind Möglichkeiten, einer Form nahe zu kommen und sie visuell darzustellen. 
  "Ich habe mich" ... auf großformatige Kohlezeichnungen spezialisiert und eine Technik entwickelt, die mir gestattet in feinsten Nuancen zu arbeiten. In Zeichnungen kann ich einen direkteren und persönlicheren Ausdruck erreichen und es hat für mich durchaus etwas Archaisches, mit Kohle auf der Fläche eines weißen Papieres zu zeichnen und Spuren zu hinterlassen. Erstaunlich, wie sich mit so einfachen technischen Mitteln etwas so Charakterstarkes wiedergeben lässt.
     
  "Bei Ausstellungen " ... erzähle ich den Besucher*innen gerne etwas über meine Zeichnungen und Installationen, denn für mich ist es lehrreich, etwas über die Sichtweise der Besucher*innen zu erfahren. Dabei ergeben sich interessante Gespräche.

Da ich mit einer seltenen körperlichen Behinderung zur Welt gekommen bin, die mich in meiner Mobilität einschränkt, kann ich meine Kunst nicht so "vermarkten", wie es vielleicht ohne die Behinderung möglich wäre, aber auch so habe ich schon viele Einzel- und Gruppenausstellungen (auf die Region beschränkt, in der ich lebe) selbst organisiert, oder an Ausstellungen verschiedenster Künstlergruppen und -vereine teilgenommen.

Was mir wichtig ist, ist die "Stellung-beziehende-Rolle" der Künstler*innen in unserer Gesellschaft.
Ich bin der Meinung, dass sich Künstler*innen nicht nur um sich selbst drehen sollten, dafür sind die Probleme auf der Welt zu drängend, als dass sie von der Kunst unkommentiert bleiben sollten. Laut Friedrich Schiller ist die "Kunst eine Tochter der Freiheit" und die Kunst ist unser Mittel, uns frei zu äußern und unseren Beitrag zur Verbesserung des Lebens auf der Erde zu leisten."
     
 


"Das hübsche, dekorative Bild" ... hat erst einmal recht wenig mit Kunst zu tun. Kunst schafft eine thematisch bezogene Atmosphäre und wenn gewünscht, auch eine Spannung oder Irritation, die zum Nachdenken anregt, egal, ob das Werk "schön" oder "hässlich" ist. Wichtig ist, dass das Werk eine Aussage transportiert, die Bestand hat und neben anderen Kunstwerken bestehen kann.

     
"Alle Kohlezeichnungen" ... sind in Bildergalerien zu sehen, gute, wie weniger gute,  so dass die künstlerische Entwicklung, über die Jahre hinweg, nachvollzogen werden kann: >> Galerie 2018 - 2020 / >> Galerie 2016 - 2017 / >> Galerie - 2016 I / >> Galerie - 2016 II

 

Ausstellungsbesucher vor Kohlezeichnungen bei einer Ausstellung


"Kunst denkt nicht, Kunst ist"
... diese Aussage kam mir eines Tages bei einem Gespräch über Kunst in den Sinn. Und dieser Satz, so skuril er auch erst einmal erscheinen mag, bleibt im Gedächtnis. Meiner Meinung nach, sagt er vieles über das Wesen der Kunst und das Betrachten von Kunst aus, denn viele Menschen treten der Kunst mittels des Verstandes entgegen und versuchen über rationales Denken das Bild zu erklären. Das ist auch kein Wunder, da wir das Denken in unserer (überwiegend von Männern geprägten) Gesellschaft immer in den Vordergrund stellen. Gefühle sind in der rationalen Welt, vor allem in der "Berufswelt", nicht erwünscht. Und so kommt es, dass viele einem Bild, das verstandesmäßig nur schwer erfasst werden kann, die Daseinsberechtigung aberkennen und dass Sie "es einfach nicht verstehen".
 
"Kunst ist", ... mit dieser einfachen inneren Einstellung würde man sich auf das Gezeigte einlassen können und dabei beobachten, welche Eindrücke sich beim Betrachten des Kunstwerks einstellen. Würde man einmal den Verstand beiseite  schieben, begänne man wieder, vergleichbar einem unvoreingenommenem Kind, das Bild zu erforschen und Zugänge zur gezeigten Kunst zu finden. Und vielleicht würde einem heute ein Bild gefallen, das man gestern noch mit abwertenden Worten bedacht hat.

Zitat von Franz Marc, einem expressionistischem Künstler:


"Reine Kunst" ... verfolgt überhaupt keine Zwecke, sondern ist einfach sinnbildlicher Schöpfungsakt, stolz und ganz »für sich«!
     
Abschied - Triptychon

"Abschied"
, ... Das
Triptychon ist insgesamt 310 x 106 cm groß (!!!). Zum Gedenken, an die Menschen, die an einer "Corona"-Infektion gestorben sind, Stand vom 5. 4. 2022 = 130.368 Tote. Zum Vergleich: Die Stadt Wetzlar hat 53.188 Einwohner (Stand 31. Dezember 2020).
     

 


"Sakrale Impressionen - Wahrnehmung und Prägung"
- 12-teilig Eine Werkgruppe von Kohlezeichnungen mit Motiven aus der Pfarrkirche "St. Margaretha" in Hahn am See / Westerwald. Die Kirche wurde 1827 erbaut und ich bin in Hahn am See aufgewachsen. Die optischen und akustischen Reize in der Kirche waren sicherlich in meiner Kindheit prägend, ohne dass mir das je so bewusst wurde. Ich bin eher ein spiritueller als religiöser Mensch, aber ich habe mich mit diesem Werk, meiner "ersten sinnlichen Prägung", auseinandergesetzt. >> Eine größere Darstellung erhalten Sie per Klick auf die Einzelbilder


Thomas Wörsdörfer ist Mitglied im:
     
Oberhessischer Künstlerbund
Der OKB ist in seinen Heimatstädten Gießen und Wetzlar verankert und vertritt Künstlerinnen und Künstler aus dem Kreis Gießen und dem Lahn-Dill-Kreis, dem Vogelsbergkreis, dem Wetteraukreis, dem Kreis Hochtaunus und Marburg-Biedenkopf.
     
  BBK Marburg-Mittelhessen
Regionalverband des BBK Hessen (Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Landesverband Hessen e.V.).
     
  Wetzlarer Kunstverein
Zwischen Tradition und Avantgarde bewegt sich der Wetzlarer Kunstverein.
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